Von den zwei Burgen Weinheim

Im Abschied ist die Geburt der Erinnerung

                                                                 dt. Sprichwort

Vorwort

Diese Seite zu erstellen war bisher für uns das Schwierigste in unserer Zucht. Die Hündin zu verlieren, mit der alles angefangen hat, war ein traumatisches Erlebnis, das immer wieder Erinnerungen der besonderen Art in uns weckt, wenn wir an sie denken. Auch deshalb widmen wir ihr hier eine ganz besondere Seite.

LUNA – Ein Hundeleben

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Als Candy-Luna of Golden Kings am 03.02.2003 in ihrem Wurf als eine von zwei Hündinnen geboren wurde, ahnten wir nicht im Entferntesten, dass sie zu uns kommen und wir einmal eine Zucht mit ihr beginnen würden. Sie zog als ganz normaler Familienhund am Samstag, dem 05. April 2003 um die Mittagszeit bei uns in Weinheim ein. Später haben wir den Ausspruch der Züchterin beim Abholen: „Wenn ich eine Hündin für meine Weiterzucht behalten hätte, wäre es Luna gewesen“ sehr wohl verstanden und uns daran erinnert.

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Und dann ging alles sehr schnell: Luna lebte sich ohne Schwierigkeiten bei uns ein, hatte keine Probleme mit dem Zoo (Hasen, Meerschweinchen, Schildkröten) der Kinder und fiel schon bald wegen ihres ungemein gleichbleibend ruhigen Wesens allgemein auf. Und sie entwickelte sich zu einer Schönheit: weiches, angenehm streichelbares helles (daher Luna) Fell, schwarz pigmentierte Nase, treue braune Augen und ein markanter runder Schädel. Oft hörten wir die lobenden Worte von Menschen, denen wir bei den ausgedehnten Spaziergängen mit Luna begegneten: „Oh, ist die aber hübsch, mit der müsst ihr mal züchten.“. Als Luna gut ein Jahr alt war, keimte bei uns die vorsichtige Überlegung auf, man könnte doch vielleicht, eventuell mal einen Wurf mit ihr „probieren“. Wir informierten uns über die Zuchtvoraussetzungen, erfuhren bei den Gesundheitsuntersuchungen von Luna beste Ergebnisse, erlernten in Kursen das „Zuchthandwerk“ und planten dann einen Wurf (den späteren A-Wurf). Den Namen unseres Kennels entliehen wir unserer Zweiburgenstadt Weinheim, in der wir zu dieser Zeit in einem Haus mit großem Garten wohnten. Es wurde eine Wurfkiste gebaut und ein Partner (Deckrüde) für Luna gesucht und gefunden:

Shadowstartseite

Dream Destiny of a Bed of Roses (Shadow)

Und dann war es soweit; am 15. Juli 2005 kamen:

LunasBabies

zur Welt. Fünf Hündinnen und drei Rüden wuchsen zunächst im Haus, später im Garten bei uns auf. Eine tolle Erfahrung für die ganze Familie bis hin zum Kennenlernen der neuen Besitzer. Es war fast nur logisch, dass eine Hündin -Alisha- bei uns blieb und wir somit die Zucht fortsetzten. Luna hat in der Folge bei den Würfen A, B, D und F insgesamt 18 Hunden das Leben geschenkt und uns immer reicher an Erfahrungen in der Hundezucht gemacht. Dabei haben wir leider beim H-Wurf auch die Totgeburt eines Einlings erleben müssen. Im Folgenden eine kleine Auswahl an Bildern aller Würfe von Luna:

Luna hat all ihre Würfe mit großer Instinktsicherheit geboren und aufgezogen. Und immer strahlte sie eine große Gelassenheit und Ruhe aus. Die Stimmungsschwankungen der Familienmitglieder hat sie gespürt und immer mit einer gewissen, nicht zu beschreibenden Art darauf reagiert. Sie war stets der ruhende Pol in unserem Hunderudel und nicht zuletzt auch in der Familie. Aber eine Eigenschaft gilt es ganz besonders herauszustellen: Luna war in fast allen Würfen ihrer Nachkommen und auch der zugekauften Hündin auch während ihres „Rentnerinnendaseins“ Amme, sodass die Welpen immer sehr gut versorgt waren. Nicht nur das leibliche Wohl der Kleinen war ihr wichtig, auch in der Erziehung hat sie immer mitgewirkt, nicht zuletzt im Spielen mit den Welpen. Hier ein paar Bilder ihrer Tätigkeit als Rentnerin:

Und dann das Unfassbare, so und zu diesem Zeitpunkt schon mal gar nicht Erwartete: am 22. April 2015 blieb Luna am späten Nachmittag liegen, war nicht zum Aufstehen zu bewegen, krampfte, erbrach und wurde immer unruhiger. Der aufgesuchte Tierarzt diagnostizierte einen schweren Schlaganfall und konnte uns keine Hoffnung auf eine auch nur teilweise Genesung machen. Selbst ein starkes Beruhigungsmittel versagte und wir mussten entscheiden, ob wir sie einschläfern lassen. Im Rückblick auf ihre großen Verdienste, ihr liebevolles Wesen und ihre immer große Zuverlässigkeit in allen Hundedingen haben wir ihr dann weitere Qualen erspart. Um 19.40 Uhr ist Luna in unseren Armen eingeschlafen. Auch im Tod noch eine Hübsche:

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  Ein letzter Blick                                                          auch im Tod noch eine Hübsche    

               

         

                  In einer ersten Mitteilung an Freunde und Bekannte haben wir formuliert: unser Ein und Alles, das wirksamste Schmerzmittel, die gelassenste Psychotherapeutin, wundevolle Hundemama und zuverlässigste Amme, unser LUNA, ist tot. Wir waren und sind immer noch traurig . . . .          

 




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